Lidl Foundation

künstlerische Intervention 2019

Die Generali-Foundation war lange eine wichtiger Kunstspace in Wien. Nachdem sie ihren Bestand und ihre Ausstellungsfläche nach Salzburg verlagert hatte wurde die Ausstellungsfläche an den Discounter LIDL vermietet.
Bei der Künstlerischen Intervention wurden Kunsttexte in den Preistafeln des Supermarktes angebracht und blieben dort mehrere Wochen unbemerkt von den Mitarbeiter*innen.

Ausstellung Kind – Kunst – Frust?

11.1.-27.1.2019 – Kunst im Keller, Wien

Das Feld das sich auftut, wenn man ein Kind bekommt, ist ambivalent und spannungsgeladen. Die Entscheidung für oder gegen Familie ist speziell für Künstler*innen eine Entscheidung, die sich direkt auf Karrieremöglichkeiten auswirkt. In dieser Ausstellung lassen wir Künstler*innen zu Wort kommen, die sich in diesem Spannungsfeld befinden.
Wir zeigen Arbeiten, die sich mit der Sichtbarkeit, dieses Problems, aber auch mit den sozial konstruierten Zuordnungen und Erwartungshaltungen an Geschlechter und Künstler*innen beschäftigen.

Alexandra Zaitseva
Miriam Laussegger
Copia Vacua
Pauline Debrichy
Lars Kollros
Karoline Kuchar
Marina Rebhandl
Yu Yu

Listen to G20

5 channel Audio installation, 30min, 2018

Bei der Audioinstallation handelt es sich um eine kleine, dunkle, lichtdichte Kabine, 1x1x2,3m. Es befinden sich in allen vier Ecken Lautsprecher. Abwechselnd werden aus den Lautsprechern Aufnahmen der Durchsagen aus den Wasserwerfern, die während der G20-Proteste im Juli 2017 entstanden sind. Durch die Dunkelheit, die Enge und die wechselnden
Richtungen, aus denen die Durchsagen kommen, wird das beklemmende Gefühl, das auch während der Proteste entstand transportiert. Gleichzeitig wird die an Absurdität grenzende Vehemenz, mit der sich die Durchsagen immer wieder wiederholen, deutlich.
Auf einem fünften, zentralen Lautsprecher wird ein Text vorgelesen, der am 9.7.2017 in der Zeitung Welt am Sonntag als Kommentar veröffentlicht wurde. Der Kommentator weist darin darauf hin, dass die Museen als Wiedergutmachung für die G20-Belästigungen an
diesem Sonntag kostenlos geöffnet sind. Er gibt auch noch Ratschläge welche Museen zu besuchen sind und welche doch zu nervenaufreibend seien.